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Auch Ferdinand aus der 10d bereist mit Erasmus plus Europa und berichtet exklusiv für unsere Homepage:
Die Reise startete am 14.01., als Jaron und ich morgens mit dem Zug nach Köln gefahren sind. Bis Köln war die Zugreise sehr entspannt und wir hatten sogar Zeit, den Kölner Dom zu besichtigen. Mit etwas Sightseeing begann die Reise sehr gut, jedoch hatte der nächste Zug Verspätung, sodass wir den Anschlusszug nicht bekommen konnten. Das war jedoch kein Problem und konnte im Reisebüro der DB geklärt werden.
Anschließend verlief die Zugfahrt entspannt weiter und wir machten in Brüssel eine Pause. Nach etwa elf Stunden kamen wir in Le Mans an. Von dort aus fuhren wir mit dem Auto nach Sillé-le-Guillaume, wo ich schnell merkte, dass ich eine sehr freundliche Gastfamilie bekommen hatte. Meine Gastfamilie lebt in der Nähe der Schule in einem typisch französisch gestalteten Haus. Die Einrichtung mit schmalen Wegen, Holztreppen und vielen liebevollen Details ließ mich sofort wie zu Hause fühlen.
Die Schule unterscheidet sich deutlich von Schulen in Deutschland, da man von außen aufgrund der hohen Umzäunung vielleicht sogar an ein Gefängnis denken könnte. Von innen ist sie jedoch sehr bunt gestaltet. Auch die Schülerinnen und Schüler gehen mit viel Motivation und Lebensfreude durch den Schulalltag. Ich wurde sehr offen aufgenommen und hatte schnell das Gefühl, gut integriert zu sein. Im Laufe der zwei Wochen habe ich viele neue Freundschaften geschlossen und täglich Zeit mit anderen Schülerinnen und Schülern verbracht.
In der Woche waren wir außerdem bei Freunden der Eltern meines Austauschschülers essen. Dort gab es traditionelle portugiesische Speisen. Besonders beeindruckend war bei diesem Besuch eine über zwei Meter große Krippe, die die Familie jedes Jahr aufbaut. Generell spielt Essen in Frankreich eine große Rolle. Egal ob zu Hause, im Restaurant oder bei Freunden – es gibt meist mehrere Gänge und die gemeinsamen Mahlzeiten dauern lange. Dadurch lernt man viele französische Traditionen kennen und sammelt schöne Erlebnisse.
Am Freitag habe ich wieder Tennis gespielt und am Wochenende ging es mit dem Bus nach Paris. Nach einer längeren Busfahrt kamen wir dort an und besuchten zunächst das Musée Grévin, was sehr beeindruckend war. Anschließend gingen wir in einem Restaurant essen und fuhren danach zum Arc de Triomphe, den wir uns aus der Nähe anschauten. Direkt daneben liegt die Champs-Élysées, auf der wir einige Geschäfte besuchten.
Danach machten wir eine Bootstour auf der Seine. Wir fuhren an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei, unter anderem am Eiffelturm. Am Abend besuchten wir den Louvre, den wir uns allerdings nur von außen anschauten. Besonders schön war es, den Eiffelturm später am Abend beleuchtet zu sehen.
Neben den Ausflügen verbrachte ich viel Zeit mit sportlichen Aktivitäten. Ich war regelmäßig im Fitnessstudio, spielte Tennis und verbrachte Zeit mit Freunden. Außerdem besuchten wir mehrere Sportveranstaltungen, darunter ein Handball- und ein Fußballspiel in Le Mans, die beide sehr spannend waren.
Zusammenfassend waren meine ersten zwei Wochen in Frankreich eine sehr besondere Erfahrung. Ich habe viel über die französische Kultur gelernt, neue Freundschaften geschlossen und viele unvergessliche Eindrücke gesammelt. Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen und weiteren Erlebnisse!