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Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir

Das Fach Deutsch

Die Sprache ist unser wichtigstes Verständigungsmittel. Wir gebrauchen sie jeden Tag in Gesprächen mit Freunden, im Chat oder in der Diskussion mit den Eltern. Sie begegnet uns beim Lesen, im Radio oder Fernsehen. Und obwohl sie im Alltag ganz selbstverständlich präsent ist, ist es für den Verlauf des Lebens wichtig, möglichst viele Facetten des schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauchs kennenzulernen, zu erweitern und zu vertiefen, um am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen. Deswegen ist es uns ein Anliegen, unseren Schülerinnen und Schülern die dafür nötigen Kompetenzen im Rahmen eines methodisch vielseitigen Unterrichts zu vermitteln.

Inhaltliche Beschreibung des Faches

Deutschunterricht bedeutet eine intensive Auseinandersetzung mit Kommunikationsstrategien und die Befähigung zur Teilnahme an Diskussionen sowie das Verstehen von Texten und der kritische Umgang mit Medien (Journalistische Texte, TV, Werbung etc.).
Außerdem strebt der Deutschunterricht auch eine ästhetische Bildung durch die Beschäftigung mit Literatur an, der in besonderer Weise dazu geeignet ist, zur Selbstreflexion anzuregen und sich mit anderen Standpunkten und Perspektiven auseinanderzusetzen. Darüber hinaus wollen wir auch durch einen produktionsorientierten Umgang mit Literatur zur Kreativität, Fantasie und Freude am Lesen anregen. (Siehe auch: Projekte)
Zuletzt ist es uns ein großes Anliegen, dass unsere Schülerinnen und Schüler durch gute Deutschkenntnisse dazu befähigt werden, sich später im Beruf mündlich wie schriftlich korrekt auszudrücken, was für ein erfolgreiches und wertebezogenes Handeln wichtig ist.

Literatur am Reismann

In der Oberstufe können Schülerinnen und Schüler Kurse in Literatur belegen. Was das bedeutet? Theoretische und praktische Arbeit zum Thema szenisches Spiel.

Unterrichtende Lehrkräfte

Die Fachschaft Deutsch besteht aktuell aus:

Lena Balkenhol

Isabel Bindseil

Beate Bliedung

Annegret Bömer-Schlenger

Petra Finger

Janine Fresta

Sandra Greiff-Lüchow

Sebastian Heile

Birgit Kelliger

Annette Kirchhoff

Sabine Klinger

Martin Krüger

Mechthild Kwirant

Stephanie Lüke

Miriam Magdanz

Judith Panten

Andreas Rode

Svenja Roeren

Siegfried Rojahn

Isabell Salazar-Heister

Robert Schmid

Silvana Schulte-Bories

Mirja Schumacher

Informationen zur Sekundarstufe 1

Die Stundenzahl variiert pro Schuljahr, aber es gibt durchgängig von der Jahrgangsstufe 5 bis 10 eine Aufgabenstunde für den Wochenplan in Deutsch.

Jahrgangsstufe

Stunden

Aufgabenstunde

5

4

1

6

5

1

7

4

1

8

3

1

9

3

1

10

3

1

Lehrwerk

Im Deutschunterricht arbeiten wird ab der 5. Klasse aufwärts mit dem Lehrwerk P.A.U.L. D. aus dem Schöningh Verlag.

Zusätzlich ist das jeweilige Arbeitsheft zum Buch in den Jahrgängen 5 und 6 obligatorisch, um noch gezielter die Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung in den Wochenplanstunden zu festigen. Die Konzeption und die Gliederung orientieren sich an dem dazugehörigen Lehrwerk.

Ab Klassenstufe 7 wird über eine Anschaffung des Arbeitsheftes in der Klassenpflegschaftssitzung informiert.

In allen Jahrgangsstufen ist zudem die lehrplanmäßige Anschaffung einer Ganzschrift vorgesehen, die von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit der Lehrkraft gelesen wird.

Hier finden Sie unser schulinternes Curriculum Sekundarstufe I

Das Fach Deutsch in der Oberstufe

Im Fach Deutsch in der Oberstufe wird der vertiefende Einblick in die Welt der Germanistik gewährt. Neben den künstlerischen Sparten der Epik, der Lyrik und des Dramas werden auch Sachtexte und sprachwissenschaftliche Werke behandelt. Dazu erhält man ein tiefer einführendes Wissen in die Architektur aller Texte. Insgesamt schließt die Oberstufe den gesamten Schulkurs, beginnend von der fünften Klasse an, integrativ ab. Das heißt, der Unterricht der vorlaufenden Klassen in Deutsch bildet die Basis der Oberstufenarbeit.

In der Lyrik werden Gedichte analysiert und interpretiert: Stilmittel des Reims, des Rhythmus, der rhetorischen Mittel und der Wortfelder – um nur Einiges zu nennen – werden zusammen mit dem Inhalt erarbeitet und sinnvoll zu einer anschließenden stimmigen Interpretation zusammengefügt. Hier werden auch die verschiedenen Epochen der Literaturgeschichte vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit umfassend kennengelernt und sinnvoll in den Deutungsprozess eingeführt. Es werden berühmte Dichter deutscher Hochkultur genauso behandelt, wie aktuelle erfolgreiche deutsche Lyriker. Wesentlich für den Unterricht ist es, zu befähigen, mit dem Zugang zu dieser Kunstform eine bereichernde Dimension der eigenen Persönlichkeit zu erlangen.

Das gilt selbstverständlich auch für die Epik: Die großen deutschen Erzählungen und Romane, worunter sich so manche Nobelpreisträger befinden, werden auch hier durch die Epochen hindurch behandelt und bis in unsere heutige Zeit geführt. Neben dem formalen Überblick über die Erscheinungsformen der Epik – Novelle, Kurzgeschichte, Roman etc… – wird auch das Handwerkzeug des Schriftstellers in der Erzähltheorie untersucht. Fragen beispielsweise der Erzählperspektive und Erzählweise oder auch poetologische und literaturtheoretische Konzeptionen der Künstler werden umfassender in den Aneignungsprozess des Lesens einbezogen, sodass auch hier die Schülerin oder der Schüler in die Lage versetzt wird, einen für sich selbst fruchtbaren Umgang mit der Literatur zu erleben.

Auch das Drama wird in der gleichen Weise behandelt: Exemplarisch an den Klassikern der Weltliteratur, wie z.B. Goethes Faust, kann man hier die Dramentheorie von Aristoteles über Lessing bis zu Brecht am lebendigen Beispiel kennenlernen – und lebendig im wörtlichen Sinne, denn es wird hier auch Theater selbst gespielt, genauso wie auch selbst gedichtet oder selbst epische Kleinstücke verfasst werden. Der künstlerische Prozess, selbst kreativ in literarischen Kunstformen zu wirken, ist auch ein wesentlicher Bestandteil des Unterrichtes und vertieft die intellektuelle Aneignung zu einem souveränen Umgang in einem ganzheitlichen Schaffensprozess.

Eine wesentliche Frage zu diesen künstlerischen Themen der Oberstufe ist, wie die Kunst die jeweils brennenden gesellschaftlichen und existenziellen Themen ihrer Zeit verarbeitet. Dazu wird immer auch der philosophische und politische Kontext mit einbezogen. Diese Beschäftigung mit dem geistesgeschichtlichen Hintergrund der literarischen Kunst vergangener Epochen dient der bewussten, reflektierten Selbstverortung von uns in unserer heutigen Zeit: Sind uns diese Probleme vertraut oder fremd? Geben uns diese künstlerischen Impulse auch Wertvolles für die heutige Zeit? Sind die Werke unserer Zeit unserer heutigen Lebenswelt angemessen? Wo kann ich mich selbst finden? Fühle ich mich angesprochen?
Allein den Geist der jungen Menschen in der Schule für diesen Verstehenshorizont zu öffnen, bedeutet eine intellektuelle und emotionale Verfeinerung der gesamten Persönlichkeit.

Kommen wir zur Sprachwissenschaft. Woher kommt Sprache? Was ist Sprache? Wie hängen Denken und Sprache zusammen? Welche Formen der Sprache gibt es? Was ist Kommunikation? Was kann Sprache leisten? Wie verändert sich Sprache?
Dies sind nur einige der Fragen, der sich der sprachwissenschaftliche Teil der Oberstufe widmet.
Hier werden Bereiche der Kognitionswissenschaft, der Psychologie, der Philosophie, der Erkenntnistheorie und sogar der Medizin, wenn es um unser Gehirn, unseren Wahrnehmungs- und unseren Sprechapparat geht, in den Lernprozess eingebracht. Die moderne Wissenschaft kommt ohne Modelle der Sprachtheorie nicht mehr aus: Künstliche Intelligenz, mathematisierte Verfahren der Grammatikdarstellung, visuelle Zugänglichkeit sprachbasierter Kommunikationsprozesse, Sprachaneignungsprozesse zur ökonomischen Mehrsprachigkeit sind nur einige wenige, dürre Stichwörter, die die Aktualität dieser Unterrichtseinheit verdeutlichen. Hier gibt die Oberstufe die Grundlagen der modernsten Wissenschaft an die Hand, um bei diesen Menschheitsthemen mitreden zu können und bei manchen Schülerinnen und Schülern gibt sie den wesentlichen Impuls, selbst in der wissenschaftlichen Forschung an der Universität voranzuschreiten, denn auch hier gilt es, die wissenschaftlichen Erkenntnisse selbst an der lebendigen Sprache anwenden zu können.

Die Sach- und Gebrauchstexte, wie z. B. Reden, journalistische Arbeiten, juristische Texte, Werbung oder auch wissenschaftliche Abhandlungen werden einer intensiven Analyse unterzogen, nicht nur um die Informationsentnahmekompetenz beim Leser zu vertiefen und zu ökonomisieren, sondern auch bewusst die Strategien der Leserlenkung bis hin zur Manipulation offen zu legen. Die Schülerinnen und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, auch „hinter“ den Text zu schauen und dadurch reflektiert den Intentionen der jeweiligen Autoren gegenüberzutreten.
Hier schließt sich wieder ein Kreis, denn diese Gebrauchstexte folgen allzu oft künstlerischen Kompositionstechniken, die der Literatur entlehnt sind, um ihren Argumentationen und Gedanken die nötige Durchschlagskraft zu verleihen.

Zusammenfassend bildet der Deutschunterricht in der Oberstufe eine wahrliche Bewusstseinserweiterung und Persönlichkeitsverfeinerung für den jungen Menschen. Die Veredelung des Sprachempfindens und die Vervollkommnung der persönlichen Sprachkompetenz sind unendlich wertvoll für das gesamte Leben, denn je weiter der Sprachhorizont, desto weiter und freier der Geist.

Zu den Formalia:
Es wird natürlich auf das Zentralabitur vorbereitet, das bedeutet, dass leider nicht alle vorgenannten Themengebiete in der gleichen Intensität erarbeitet werden können. Das Land gibt für jeden Abiturjahrgang unterschiedliche Schwerpunkte vor, die verbindlich sind. Es werden pro Halbjahr zwei Klausuren geschrieben und diese bereiten optimal auf die Abiturklausuren vor.
Vor dem Abitur wird noch einmal eine intensive Wiederholungsphase eingelegt, die den gesamten Oberstufenkurs umfasst und alle wesentlichen Unterrichtsinhalte für das Abitur zusammenfügt.
Neben der schriftlichen Note aus den zwei Klausuren pro Halbjahr gibt es zwei Quartalsnoten zur sonstigen Mitarbeit, die alle gleich viel zählen.

Hier finden Sie unser schulinterne Curriculum der Einführungsphase, für die Qualifikationsphase (Grundkurs), und die Qualifikationsphase (Leistungskurs).

Projekte im Deutschunterricht

Der Vorlesewettbewerb Deutsch

Jedes Jahr wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels der Vorlesewettbewerb im Fach Deutsch bundesweit ausgetragen. Die Regeln sind dabei für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen gleich vorgegeben: Ein Text eigener
Auswahl der Schüler und Schülerinnen und ein Text, den die Jury auswählt, müssen vor Publikum in zwei Runden jeweils 5 Minuten vorgelesen werden. Der Text aus eigener Auswahl muss dabei in einem kurzen freien Vortrag vorgestellt werden und die vorgelesene Textstelle in den Kontext der Handlung eingeordnet werden. Die Jury besteht aus Schülern und Schülerinnen der Oberstufe, Elternvertretern und Lehrern,welche allerdings die vorlesenden Schüler und Schülerinnen nicht unterrichten.  Die Kriterien der Bewertung liegen in der stimmungsvollen Betonung und dem flüssigen Leseverlauf. Das Publikum besteht aus interessierten Schülern und Schülerinnen aller Stufen und der gesamten Jahrgangstufe 6, aus der die Kandidaten und Kandidatinnen des Wettbewerbs entstammen. Austragungsort ist die Aula. Der Wettbewerb bildet in jedem Jahr einen Höhepunkt im Schulleben und wird begeistert von allen aufgenommen. Die Stimmung ist dem Wettstreit entsprechend knisternd und die Aula wird jedes Mal zur Arena. Doch wenn vorgelesen wird, entsteht immer wieder eine beeindruckende Stille, die alle in ihren Bann zieht.

Podcasts zum Thema „Wie das Internet unser Leben beeinflusst“

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Medien und ihr Einfluss auf Sprache und Gesellschaft“ beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase mit verschiedenen Bereichen zu diesem Themenfeld. Die kritische Auseinandersetzung mit sozialen Medien macht die Relevanz dieser Thematik (auch) im Alltag sichtbar und schafft gleichzeitig ein Bewusstsein dafür, wie mit sozialen Medien umgegangen werden sollte. In diesem Projekt wird über den Einfluss von sozialen Medien informiert, und den beteiligten Schülerinnen und Schülern werden geeignete Empfehlungen für den Alltag mitgegeben.

Im den Deutsch-Grundkursen von von Frau Aras, Frau Bliedung, Frau Fresta und Frau Tjeerdsma entstand ein Padlet, über das die erstellten Podcasts abgerufen werden können. Themen u.a.:  Diskriminierende Sprache im Deutschrap, Meinungsbildung im Netz und die Bedeutsamkeit sozialer Medien für Bewerbungssituationen.

Das Zeitungsprojekt

In der 8. Klasse führen wir in langer Tradition ein Zeitungsprojekt durch. Dazu bekommen wir die Paderborner Ausgabe der Neuen Westfälischen ca. 3 Wochen lang täglich ins Haus geliefert sowie einen Zugang zum e-paper.

Thematisch geht es um die Erarbeitung der journalistischen Textformen, den Aufbau einer Zeitung und Wissen rund um Pressearbeit. Die Lektüre der aktuellen Zeitungsausgabe und das Gespräch über das aktuelle gesellschaftliche Geschehen kommen aber auch nicht zu kurz und finden bei den Schüler*innen Anklang.

Besonders gewinnbringend und motivierend ist die Möglichkeit für die SchülerInnen, eigene Beiträge zu verfassen, die dann in der Neuen Westfälischen veröffentlicht werden. Hier sind schon tolle Seiten entstanden.

Poetry – Slam - Projekt: Sprich dich aus!

Das Reismann – Gymnasium nimmt seit 2013 regelmäßig an dem Poetry – Slam – Projekt „Sprich dich aus“ teil, welches durch den Poetry – Slammer und Leiter des Lectora Verlages Carsten Strack organisiert wird.

„Sprich dich aus“ ist ein nachhaltiges Schulprojekt an Gymnasien, Gesamt-, Haupt- und Realschulen sowie Berufskollegs, eine über den Deutschunterricht hinausgehende individuelle Literaturpraxisförderungen in Form eines Wettbewerbs. Innerhalb dieses Wettbewerbs, der an den beteiligten Schulen stattfindet, werden selbst erdachte und verfasste literarische Texte vorgetragen. Ziel des Projektes ist es, bei den Schülerinnen und Schülern den Spaß an der Literatur zu wecken und etwas Eigenes zu schaffen. Die Kinder sollen darin bestärkt werden, ihre eigenen Werke einem Publikum vorzustellen.

Das Projekt beginnt mit einem eintägigen Workshop unter der Leitung von Carsten Strack und seinem Dozententeam, bei dem die Schülerinnen und Schüler lernen, eigene Texte zu erstellen sowie diese klar und deutlich zu artikulieren. Dabei werden grundlegende Schreib- und Vortragsübungen durchgeführt.

Im Anschluss findet eine Präsentation der selbst verfassten Texte vor Publikum in der Aula des Reismann – Gymnasiums statt. Diese Veranstaltung wird durch den Projektleiter moderiert. Wie es bei Poetry – Slam – Events üblich ist, fungiert das Publikum dabei als Jury.

Aktuell wird das Poetry – Slam – Projekt „Sprich dich aus“ in der Jahrgangsstufe 7 am Reismann – Gymnasium durchgeführt und von der Deutschlehrerin Frau Roeren koordiniert.

Leistungsbewertungskonzept

Über diesen Link erhalten Sie ein Dokument, in dem wir die Grundlagen der Notengebung erläutern.