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Chancen und Herausforderungen in der Bildung!

Digitalisierung

Das Reismann-Gymnasium setzt im Bereich der Digitalisierung einen Schwerpunkt seiner Arbeit.
Nur mit einem guten pädagogischen Konzept und entsprechend qualifizierten Lehrkräften kann die digitale Technik ihr Potenzial im Unterricht voll entfalten. Aus diesem Grund verstärkt das Reismann nicht nur den Einsatz entsprechender digitaler Medien im Unterricht, sondern auch seine Bemühungen in der Entwicklung entsprechender Konzepte. Dabei zählt die konkrete methodisch-didaktische Umsetzung im Unterricht in Verbindung mit der inhaltlichen Verankerung in den hausinternen Lehrplänen zu den zentralen Herausforderungen.

In den letzten Jahren unterlag das Reismann-Gymnasium, nicht zuletzt auf Grund des digitalen Zeitalters, in dem wir uns befinden, einem tiefgreifenden Veränderungsprozess, der vertraute Verfahren und bekannte Unterrichtsstrukturen regelrecht auf den Kopf und die gesamte Schulgemeinde vor große Herausforderungen gestellt hat. Gemeint ist hiermit der mit Digitalisierung umschriebene Modernisierungsprozess, welcher zuletzt durch die Corona-Pandemie nur nochmals beschleunigt wurde.
Bei diesem Prozess muss man sich als Schule auf neue Gegebenheiten und Herausforderungen einlassen, neue Verfahren kennenlernen, entwickeln und erproben, evtl. den Schullalltag neu organisieren sowie Zuständigkeiten deutlich herausstellen.
Das Kollegium des Reismann-Gymnasiums bildet sich in diesem Bereich kontinuierlich fort und es wurden bereits strukturelle Grundlagen geschaffen (feste interne Fortbildungsschiene, offene Sprechstunde, Medienscouts, IGB-Unterricht etc.), die den digitalen Schulalltag prägen und seitdem positiv beeinflussen.

Zielsetzung

Digitalisierung bedeutet nicht nur eine Herausforderung, sondern ist vielmehr eine Chance für den Unterricht. Der Einsatz digitaler Medien fördert in vielerlei Hinsicht den Erwerb der sogenannten 21. Century Skills, die für Lernende des 21. Jahrhunderts von großer Bedeutung sind. Darunter versteht man zusammenfassend vier Felder, die folgende Kompetenzen beschreiben: Zusammenarbeit, Verstehen komplexer Zusammenhänge, Kreativität und kritisches Hinterfragen von Informationen. Diese grundlegenden Schlüsselqualifikationen finden sich im sogenannten Medienkompetenzrahmen wieder und werden mit Blick auf die Bildung in einer zunehmend digitalen Welt immer mehr in unseren hausinternen Lehrplänen der unterschiedlichen Unterrichtsfächer verankert.
Denn unser Ziel ist es, diese Kompetenzen bei allen SchülerInnen auf ihrem Bildungsweg in einer digital geprägten Welt zu fördern und sie somit zu einem selbstständigen, sicheren, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu befähigen.

Technische Ausstattung

Alle Räume des Reismann-Gymnasiums sind mit einem Apple-TV, einer Projektionsfläche, einem Nahdistanzbeamer und W-LAN ausgestattet. In den naturwissenschaftlichen Räumen gibt es zusätzlich einen interaktiven Nahdistanzbeamer sowie Dokumentenkameras und im gesamten F-Gebäude (Oberstufenräume, Naturwissenschaften, Kunst) stehen Laptops mit Internetzugang zur Verfügung.
Darüber hinaus verfügt das Reismann-Gymnasium über drei vollausgestattete Computerräume mit jeweils 15-18 Rechnern. Darin findet neben dem Informatik- und dem IGB-Unterricht auch eine Computer-AG sowie die offene Sprechstunde bei Technikfragen statt. Außerdem können die Räume von jeder Lehrkraft für den eigenen Unterricht gebucht werden. Im Bienenstock und im Oberstufenkeller befinden sich zusätzliche Computerarbeitsplätze für die SchülerInnen zur freien Verfügung.
Alle Lehrkräfte wurden vor einigen Jahren im Zuge des DigitalPakts mit iPads ausgestattet. Darüber hinaus stehen ihnen 4 iPad-Koffer-Sets mit jeweils 14 iPads zur Ausleihe für einen digital gestützten Unterricht zur Verfügung. Die Planungen für Tabletklassen sind in vollem Gange.

Plattformen am RGP

Das Reismann-Gymnasium verfügt über verschiedene technische Möglichkeiten, um den digitalen Schulalltag zu meistern: die Lernstatt PB, das Lehrerportal, das Schülerportal und MS-Teams (für eine Weiterleitung die Bilder anwählen).

 

                      

Die Lernstatt PB

Die Lernstatt Paderborn ist die städtische Schulinfrastruktur der Stadt Paderborn. 37 Paderborner Schulen sind darin vernetzt. Sowohl die Schüler- als auch die Lehrerschaft besitzen in der Lernstatt eine eigene E-Mail-Adresse und einen eigenen Arbeitsbereich. Außerdem kann über die Lernstatt-Paderborn das Konferenztool BigBlueButton genutzt werden. Im Cloud-Bereich können Materialien hochgeladen, bearbeitet und korrigiert werden.

Darüber hinaus stehen der Lehrerschaft über das Lernstatt-Usertool noch einige weitere Funktionen zur Verfügung: Gruppenordner erstellen, Ordner zuordnen, Rechte zuweisen, Benutzer suchen, individuelle Schülerordner erstellen und vergessene Passwörter neu setzen und manches mehr. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.
Ebenso auf der Seite der Schülerschaft muss man sich fragen, welche Grundkenntnisse bezüglich der Lernstatt diese aus der Grundschule bzw. aus anderen Schulformen mitbringen, wenn sie zu uns kommen. In Zeiten der Corona-Pandemie sind die Anforderungen im digitalen Bereich sicherlich zusätzlich gewachsen, somit auch die Erwartungen auf allen Seiten, und darauf müssen wir unsere Schülerschaft von Anfang an angemessen vorbereiten. (Anleitung für Schülerinnen und Schüler Lernstatt)

Das Lehrer- und Schülerportal
Das Lehrerportal stellt eine enorme Erleichterung für alle Lehrkräfte dar, denn die Liste der Funktionen ist lang, zeitgleich der Annehmlichkeiten, die jeder damit im Schulalltag erfährt.
Denn über das Lehrerportal können die Lehrkräfte z.B. wichtige Mitteilungen an die SchülerInnen auf das Vertretungsboard in der Pausenhalle senden. Dort werden zudem jeden Morgen aktuell die Ausfälle, Lehrer- und Raumvertretungen angezeigt.

Das Schülerportal ist für die SchülerInnen der Oberstufe unerlässlich. Sie können den Zugang dafür nutzen, um die Klausurpläne und den Vertretungsplan digital einzusehen. Außerdem werden die Wahlen für die Facharbeiten über das Portal organisiert.

Microsoft Teams
In Zeiten des Distanzunterrichts wuchs die Nutzung der Lernstatt-Paderborn. Die Schulen griffen immer öfter auf das Konferenztool BigBlueButton sowie die Clouddienste der Lernstatt zurück. Im Jahr 2020 erweiterte sich ihr Angebot um die Plattform „Microsoft Teams“, welche zunächst in acht Pilotschulen erprobt wurde. Sie bietet nicht nur ein Video-Konferenz-Tool, sondern ist eine verbreitete Softwarelösung zur digitalen Zusammenarbeit mit Chats, Online-Gruppenarbeit und gemeinsamer Dokumentenablage. Im Januar 2021 wurde MS-Teams auch am Reismann-Gymnasium eingeführt und ist seitdem aus unserem Schulalltag nicht wegzudenken. Sei es bei krankheitsbedingten Ausfällen oder bei Quarantänemaßnahmen können die SchülerInnen über Teams informiert und mit Material versorgt werden. Anleitungen, die in die Bedienung von Teams einführen, sind in unserem YouTube-Kanal zu finden.

Medienscouts

Das Projekt Medienscouts NRW bildet junge Mediennutzerinnen und Mediennutzer und interessierte Lehrkräfte im Schulkontext erfolgreich zu sogenannten Medienscouts aus. Diese Schülerinnen und Schüler agieren anschließend selbst als Referentinnen und Referenten, qualifizieren ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und stehen als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung. Sie werden von den ausgebildeten Lehrkräften in ihren Vorhaben unterstützt und angeleitet.
Die Einrichtung der Medienscouts zur Unterstützung der Schülerschaft bei der unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Auseinandersetzung mit digitalen Medien wurde am RGP initiiert, da dieses Konzept sehr gut mit unserer Arbeit im Ganztag harmoniert und der allgemeinen Entwicklung unserer Schule in Bezug auf Digitalisierung entspricht.
Bereits im April 2021 wurde das Reismann-Gymnasium mit der maximalen Personenanzahl für die Teilnahme an dem Projekt Medienscouts NRW angemeldet. Zuvor hat das Medienscout-Team Werbung in den siebten und achten Klassen gemacht und es haben sich sieben freiwillige Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme gemeldet.
Leider wurde uns Ende Mai 2021 seitens des Projektbüros mitgeteilt, dass es zu viele Anmeldungen gegeben hat und in diesem Durchgang nur Schulen berücksichtigt werden können, die bereits beim letzten Durchgang dabei gewesen sind. Dementsprechend blieb dem Reismann-Gymnasium diesmal die Teilnahme verwehrt. Aber wir bleiben am Ball und hoffen auf eine Teilnahme im nächsten Jahr 2022.
In der Zwischenzeit bilden sich die Medienscout-Lehrkräfte zu verschiedenen Themen fort:

-> Online-Workshop Cyber-Grooming

-> Townhall Meeting mit Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer und Direktor der Landesanstalt für Medien NRW Dr. Tobias Schmid_Westfalen-Lippe

-> Zertifikatskurs Internet-ABC

Außerdem bietet das Lehrkräfte-Team der Medienscouts Herr Fulle (mfulle1@lspb.de), Frau Grandoch (bgrando1@lspb.de), Herr Matisz (smatisz1@lspb.de) dieses Schuljahr 21/22 unabhängig von der Medienscout-Ausbildung eine Medienscout-AG für alle interessierten Schülerinnen und Schüler an. Die Medienscout-AG findet jeden zweiten Freitag von 13.30Uhr bis 14.30 Uhr statt.

Projekte zur Internetsicherheit

 

Unter der Leitung der Beratungslehrkräfte Frau Gummer und Herrn Fulle bietet das Reismann-Gymnasium in Kooperation mit unterschiedlichen Anbietern von der 5. bis zur 8. Klasse jeweils ein Projekt zur Internetsicherheit an. Die Projekte bauen sowohl in der Thematik als auch in der Komplexität aufeinander auf und sprechen jeweils die passenden Altersgruppen an.

In der Jahrgangsstufe 5 wird eine 90-minütige Präsenzveranstaltung von der Firma McAffee zum Thema Medienkompetenz angeboten. Das Programm bietet Schülerinnen und Schülern konkrete Hilfestellungen im Hinblick auf Datenschutz und ihr Verhalten online. 

Das Projekt „Gib Cybermobbing keine Chance!?“, welches in der Jahrgangsstufe 6 als Kooperationveranstaltung vom Caritasverband und dem Jugendamt durchgeführt wird, geht es vordergründig um Prävention. Die Einheit erfolgt im Rahmen von drei aufeinander folgenden Schulstunden und beinhaltet zusätzlich eine Vor- und Nachbesprechung mit den jeweiligen Klassenleitungen. Das wichtigste Ziel dieses Projektes besteht in der Dezimierung von Cybermobbing. Durch Stärkung der Medienkompetenz und der Entwicklung von Empathie kann bei vielen SchülerInnen eine Verhaltensänderung herbeigeführt werden. Mit Quizeinheiten zu Themen, wie soziale Netzwerke, Facebook und Apps, mit Filmen und Rollenspielen werden Formen, Ursachen und Auswirkungen von Cybermobbing näher beleuchtet.

In der Jahrgangsstufe 7 bietet die SBH-West in vier Unterrichtseinheiten ein Projekt zum Thema „Cybermobbing – Erst denken, dann klicken!“ an. Das Angebot dient zum einen der Aufklärung zum Thema Cybermobbing und somit auch der Prävention vor digitaler Gewalt. Zum anderen lernen die Schülerinnen dabei zwischen virtuellem und physischen Raum zu differenzieren. Der verantwortungsvolle Umgang mit den eigenen Daten und denen anderer im Web steht ebenfalls im Vordergrund. Mit Hilfe einer Filmvorführung, einer anschließenden Diskussion sowie Gruppenarbeiten werden Strategien und Hilfestellungen gegen Cybermobbing erarbeitet und die positive Nutzung der „neuen“ Medien gefördert.

In den Schulungen der Rechtsanwältin Gesa Stückmann für die Jahrgangsstufe 8 werden rechtliche Aspekte der Thematik „Cybermobbing im Internet“ behandelt. Sie bietet über ihre Website sehr praxisnahe Webinare, bei denen es primär um das Thema „Cybermobbing“ und die „Rechte am eigenen Bild“ geht. In den höheren Stufen ergänzt sie die Themen „(Kinder-)Pornographie und „Hate Speech“.

Frau Stückmann berichtet in den Webinaren aus ihrer Praxis als Anwältin und holt die SchülerInnen authentisch in ihrer Lebenswelt ab. Sie zeigt anhand echter Fallbeispiele und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, wie dramatisch Cybermobbing für Schülerinnen und Schüler sein kann und welche Sanktionen im Strafgesetzbuch im schlimmsten Fall greifen können.  Sie betont aber grundsätzlich, dass sie immer erst für niederschwellige Klärung von Problematiken sei.  Dennoch wird den Schülerinnen und Schülern glasklar vor Augen geführt, wie weitereichend etwaige rechtliche Konsequenzen gehen können und welche Rechte Opfer haben. Frau Stückmann gibt den Schülerinnen und Schülern während der Webinare auch interaktiv die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. Genauere Infos zu den Angeboten finden sich auf der Seite www.law4school.de. Frau Gummer wird als Schulsozialarbeiterin die Schulungen pädagogisch begleiten und anschließend reflektieren.

Internes Fortbildungsangebot für Lehrkräfte

Um die Lehrkräfte des Reismann-Gymnasiums begleitend zu ihrer alltäglichen Arbeit bestmöglich auf die Anforderungen eines digital gestützten Unterrichts vorzubereiten, wurde ein schulinternes Fortbildungskonzept etabliert, welches kontinuierlich den Bedürfnissen des Kollegiums angepasst und evaluiert wird.

Im Mittelpunkt des Fortbildungskonzepts steht die Expertise verschiedener Lehrkräfte, die bereits umfängliche oder auch spezielle tiefergehende Kenntnisse in der Gestaltung von digitalen Lehr- und Lernszenarien haben. Zur Qualifizierung des Kollegiums werden wöchentlich zum einen schulinterne Mikrofortbildungen angeboten, die sich kreativen Ideen der digitalen Unterrichtsgestaltung widmen. Zum anderen findet jede Woche eine offene Sprechstunde statt, die den Ansatz einer peer-to-peer Beratung verfolgt. Lehrkräfte unterstützen sich hier gegenseitig, um Herausforderungen im Digitalisierungsprozess gemeinsam zu bewältigen.
Als weitere Fortbildungsmöglichkeit werden pädagogische Tage genutzt, die sich ebenfalls unter anderem dem Bereich der Digitalisierung widmen. Dafür werden zusätzlich externe Unterstützungsangebote (z.B. Kompetenzteams) in Anspruch genommen.

Leitlinien für den Distanz-/ Hybridunterricht

In der Zeit der Pandemie hat sich gezeigt, dass alle am Schulleben Beteiligten eine festgelegte Struktur mit transparenten Anforderungen und damit eindeutige Vorgaben brauchen, damit das Lernen auf Distanz- bzw. in Hybridform gut funktionieren kann.

Solche Leitlinien wurden im Schuljahr 20/21 als verbindliche Grundlage des Distanz- und Hybridunterrichts festgelegt. Diese greifen nicht nur bei ganzen Klassen, sondern auch bei einzelnen QuarantäneschülerInnen:

Projektklassen

Das Reismann-Gymnasium setzt ganz bewusst im Bereich der Digitalisierung einen Schwerpunkt seiner Arbeit, weil dies die gesellschaftliche Lebenswirklichkeit widerspiegelt und unsere Schülerinnen und Schüler sinnvoll auf sie vorbereitet. Dabei soll das Bewährte nicht über Bord geworfen, sondern die Nutzungsmöglichkeiten der digitalen Medien ausgeschöpft und dadurch ein pädagogischer oder didaktischer Mehrwert erzielt werden.
Für einen geübten und sicheren Umgang mit neuen Medien legen wir folgende Ziele eines digitalisierten Unterrichts zugrunde:

  • Förderung des individualisierten, selbstgesteuerten, kooperativen Lernens
  • Förderung einer kritischen Medienkompetenz
  • Ausbau der Methodenvielfalt
  • Steigerung der Motivation
  • Wettbewerbsfähigkeit
  • Chancengleichheit

Erprobungsstufe – sanfter Übergang von der Grundschule zum Gymnasium:
Zunächst werden schuleigene Tablets nur phasenweise genutzt, um Raum für das gegenseitige Kennenlernen im neuen Klassenverbund, für den Ausbau bereits erworbener Kenntnisse und Fertigkeiten und den altersgemäßen Aufbau medienpädagogischer Kompetenzen zu geben.

Pilotklasse – Erweiterung des pädagogisch-didaktischen Werkzeugkastens
Einmalig im aktuellen Schuljahr 2021/22 wird in einer Klasse 7 mit Tablets aus dem Schulbestand gearbeitet.
Dabei wird der traditionelle Unterricht durch digitale Möglichkeiten und Methoden ergänzt, so dass auf die einzelnen Fächer und Unterrichtsvorhaben bezogen einerseits die Vorteile deutlich und für zukünftige Unterrichte genutzt sowie andererseits die Nachteile in Zukunft vermieden werden können.

Projektklassen – behutsamer Start in der Jgst. 7:
Ab dem kommenden Schuljahr 2022/23 werden alle 7er-Jahrgänge mit elternfinanzierten Tablets ausgestattet.
Die Einführung der Tablets wird bis zu den Herbstferien gründlich — durch Methodentage, das Erarbeiten von Verhaltensregeln usw. — vorbereitet.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

  • Nutzung von Standardfunktionen, wie Internetbrowser, Fotokamera (z.B. QR-Codes), Videokamera (z.B. Erklärvideos), Abspielfunktion für Audiodateien (z.B. für Diktate)
  • Nutzung fachbezogener Apps (z.B. Mathematik: Geogebra, TI-Nspire; Musik: GarageBand, Erdkunde: Diercke Atlas uvm.)
  • Zusammenarbeit an kollaborativen Produkten
  • Mappenführung mit Hilfe einer Notizen-App (ab Jgst. 7)
  • Bearbeitung von digitalen Arbeitsblättern
  • digitale Präsentation von Arbeitsergebnissen
  • direkte Differenzierungsmöglichkeiten über Lernplattformen, wie z.B. learningsapps.org
  • Erstellen von Audiodateien im Fremdsprachenunterricht zur Festigung der Aussprache
  • Weitere Einsatzmöglichkeiten – wie z.B. die Nutzung von E-Books, neue Formen der Leistungsbewertung (z.B. kahoot statt Vokabeltest), neue Arten von Schülerinnen- und Schülerprodukten (z.B. Sprachmemos, Blogs, Videos) – werden noch geprüft

Impressionen aus dem Schulalltag

Englischunterricht

Mit Apps, wie Book Creator, können kreative Schreibprozesse begleitet werden. Die Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse gestalten hier ein Jahrbuch der eigenen Schule im Rahmen der Englischunterrichts zum Thema „Kids in America“. Diese kollaborativen Lernprodukte können sich sehen lassen!

 

Mathematikunterricht

Durch die Ausleihe der Tablet-Koffer kann der Unterricht auf vielfältige Weise methodisch ergänzt werden. Die Schülerinnen und Schüler haben dabei die Möglichkeit verschiedene neue Aufgabenformate auszuprobieren. Aufgaben in Wochenplänen können z.B. über QR-Codes zur Verfügung gestellt werden und bieten nicht nur einen besonderen Lerneffekt sondern haben auch noch motivierenden Charakter.

Im Mathematikunterricht werden mit Hilfe von Apps, wie Geogebra und TI-Nspire animierte Funktionendarstellungen genutzt, um den Unterricht anschaulicher zu gestalten.

 

Physikunterricht

In der Unterstufe können Sachverhalte, die sonst nur schwer zu visualisieren sind, den Schülerinnen und Schülern mit dem Smartboard anschaulich erläutert werden: Beispielsweise die Entstehung der Mondphasen oder die Frage, warum es unterschiedliche Jahreszeiten gibt.

In der Oberstufe kann das iPad mit seiner Unmenge an Sensoren zur Messwerterfassung genutzt werden: Entweder direk mit Phyphox oder über die Messwerterfassung mit externen Sensoren, die sich per Bluetoth koppeln lassen. Traditionell wird am Reismann-Gymnasium die Kinematik in der EF mit digitaler Messwerterfassung unterrichtet – Harald Vogel hat schon im Jahr 2000 eine sehr innovative Unterrichtsreihe zusammen mit der Arbeitsgruppe Didaktik der Physik an der Universität Paderborn entwickelt.

 

Ausblick

Schule weiter denken!

Das ist auch im Bereich der Digitalisierung das Motto des Reismann-Gymnasiums, denn wir haben Ziele und Visionen. Manche davon sind kurzfristig, manche mittel- oder langfristig aber alle bedeuten Meilensteine, die erreicht werden wollen.

Der Grundgedanke dabei ist in solch einem Schulentwicklungsprozess die Basis für einen kompetenzorientierten Unterricht zu legen, der die digitalen Möglichkeiten und seine Potentiale grundlegend auszuschöpfen vermag. Zugleich jedoch den Prozess kritisch zu reflektieren und entsprechend, wenn notwendig, zu modifizieren.

Ein Überblick über die nächsten Arbeitsschritte:

Kurzfristige Ziele:

  • Evaluation der offenen Sprechstunde für die Lehrkräfte
  • Evaluation und Modifikation des internen Fortbildungsangebotes für die Lehrkräfte

Mittelfristige Ziele:

  • Weiterentwicklung und Fertigstellung eines Konzeptes zum Thema „Medien-Starterpakete am RGP“

In dem Konzept wird festgehalten, welche Inhalte bestenfalls von wem, zu welchen Zeiten und an welchen Orten vermittelt werden sollten, um neuen SchülerInnen und neuen LehrerInnen den Einstieg in den digitalen Alltag am RGP zu erleichtern? Mit den Medien-Starterpaketen können Voraussetzungen für erfolgreiches digitalgestütztes Lernen und Unterrichten geschaffen werden.

Auf der anderen Seite schafft man mit einem Konzept, in welchem die Zuständigkeiten klar definiert sind und die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt ist, klare Vorgaben für LehrerInnen, SchülerInnen und auch Eltern sowie Transparenz bezüglich der Anforderungen für alle Beteiligten.

  • Erarbeitung und Zusammenstellung von hilfreichen Hinweisen und Tipps für die Nutzung der iPad-Koffer
  • Erweiterung des Fortbildungsangebotes im Hinblick auf die Projektklassen
  • Konzeptionelle Arbeit am Projekt „Projektklassen“

Langfristige Ziele:

  • Institutionalisierung der Medienscouts-AG
  • Bewerbung um die Teilnahme am Projekt der Medienscouts NRW – Ausbildung qualifizierter Medienscouts am RGP
  • Erarbeitung eines Medienkonzeptes
  • Überarbeitung der hausinternen Lehrpläne mit dem Schwerpunkt der Digitalisierung
  • Überarbeitung des Methodencurriculums im Rahmen von G9 unter Einbezug der neuen Medien

Flyer zur Digitalisierung am Reismann-Gymnasium

(Hier als pdf-Dokument)

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Bereich der Digitalisierung am RGP: