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Ab Freitag, 17.06.2022 kann nun auch das Reismann-Gymnasium den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen. In einer Feierstunde in der Aula wurde der Schule von Frau Dina Peppmöller, der Regionalkoordinatorin des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, dieses Siegel übergeben. Die Feier bildete den Abschluss einer Projektwoche, in der die gesamte Schule an unterschiedlichen Projekten zum Thema Rassismus gearbeitet hat. Es wurde zum Thema Rassismus gemalt, komponiert, geslamt, getextet, theaterpädagogisch gearbeitet und vieles mehr. Externe Hilfe erhielt das Reismann von einem seiner ehemaligen Schüler: Elmar Simon, Chefkoch im Balthasar, kreierte im Schülerrestaurant unter dem Motto „Essen verbindet“ internationale Gerichte, die dann stilvoll am Nachmittag aufgetischt wurden. Hier finden Sie Erläuterungen zu allen Projekten sowie eine Bildergalerie der Projekttage.

Bei der Siegelverleihung wurde Palina Paleeva als Patin des Projekts vorgestellt. Sie wird die Schule dabei unterstützen, dauerhaft dem Anspruch gerecht zu werden, eine „Schule ohne Rassismus“ zu sein. Mit der Titelverleihung wird das Reismann-Gymnasium in ein Netzwerk von Schulen integriert, die sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und andere Formen der Diskriminierung aussprechen. Nicht nur der „klassische“ Rassismus, der sich z.B. gegen Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe richtet, soll bekämpft werden. Ebenso richten sich die teilnehmenden Schulen gegen Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Diffamierung von Menschen aufgrund ihrer Schichtherkunft („Klassismus“) sowie weitere Formen von Hass, Beleidigungen und Ausschluss von Menschen.
Das Reismann-Gymnasium hat sich unter Federführung der Schülervertretung (SV) bereits seit Längerem auf den Weg gemacht, „Schule ohne Rassismus“ zu werden: Mehr als 70 % der Mitglieder unserer Schule (Schülerinnen und Schüler, Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) haben sich im Schuljahr 2019 / 2020 per Unterschrift dafür ausgesprochen, dem Netzwerk beizutreten. Die Corona-Pandemie hat die Schule dann allerdings zeitweise ausgebremst, denn um den Titel „Schule ohne Rassismus“ führen zu können, bedarf es der offiziellen Titelverleihung durch die Bundeskoordination im Rahmen einer größeren Veranstaltung. Derartige Veranstaltungen waren lange Zeit wegen des notwendigen Pandemie-Schutzes nicht möglich, sodass die Titelverleihung bislang nicht stattfinden konnte.