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Montag, 21.09.

Der Tag begann in der Schulbibliothek mit verschiedenen Icebreaker-Games, um die übrigen Teilnehmer und Gastschüler besser kennenzulernen. Es war super cool, sich mit allen zu unterhalten und direkt zu Beginn mehr über die Schule, die Kultur und das Land zu erfahren.

Im Anschluss führten uns die Gastschüler durch ihre Schule. Obwohl das Gebäude nicht sonderlich groß ist, hat es aber eine sehr spannende Architektur: Die Klassenräume sind um die zentrale Sporthalle herum gebaut. Zudem wirkt die Schule sehr gemütlich und einladend, da es überall verschiedene Sitzecken mit Sofas und gemütlichen Möbeln gibt.

Als Nächstes ging es für uns ins EU Center in Budapest. Dort schauten wir einen beeindruckenden 360°-Film an und erkundeten die dazugehörige Ausstellung. Es war äußerst spannend, mehr über die Struktur der Europäischen Union und insbesondere das EU-Parlament zu lernen. Zum Abschluss der Tour haben wir noch ein paar lustige Erinnerungsfotos gemacht.

Zum Mittagessen ging es zurück in die Schulkantine. Das Essen dort war zwar nichts Besonderes, aber durchaus lecker.

Frisch gestärkt ging es weiter mit einer Präsentation über die Schule. Wir erhielten interessante Fakten und Zahlen und verglichen am Ende die Besonderheiten der ungarischen Schule mit unserer eigenen Schule, dem Reismann-Gymnasium. Dabei traten einige spannende Unterschiede zutage.

Am Nachmittag startete das Highlight des offiziellen Programms: Eine Bootstour auf der Donau. Es war eine wunderbar entspannte Fahrt auf dem Wasser, bei der man einen fantastischen Blick auf all die prächtigen und wichtigen Gebäude der Stadt hatte – allen voran das imposante Parlamentsgebäude.

Direkt im Anschluss machten wir uns auf den Weg zur Zitadelle. Der Aufstieg ist zwar relativ kurz, führt aber über etliche Treppenstufen. Oben angekommen stellte sich jedoch sofort heraus, dass sich jede Stufe gelohnt hatte: Der Panoramablick über ganz Budapest und die Donau war einfach genial!

Nach dem offiziellen Tagesprogramm verbrachten die ungarischen Schüler noch den restlichen Nachmittag und Abend mit uns. Gemeinsam ging es in ein Einkaufszentrum und im Anschluss zu einem gemütlichen kleinen See, wo wir den gelungenen Tag entspannt ausklingen ließen.

Jaron Lysek

Dienstag, 22. September

Der zweite Tag unseres Austauschs begann morgens um 9:15 Uhr an der ungarischen Partnerschule. Von dort aus sind wir als Gruppe zusammen zum Heldenplatz gelaufen, wo wir uns die großen Statuen und das Denkmal angeschaut haben. Danach ging es weiter mit der historischen Metrolinie M1, was sehr interessant war, da es sich um die älteste U-Bahn-Linie der EU handelt. Wir sind durch den weitläufigen City Park spaziert, wo wir zum Haus der Musik gegangen sind. Dort haben wir uns im sogenannten Hangdóm den Film „The Vasarely effect“ angeguckt, was in dem kuppelförmigen Raum wirklich toll gemacht war.

Nach diesem Vormittag sind wir gemeinsam zur Schule zurückgekehrt und haben in der Schulkantine zu Mittag gegessen.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg auf die Budaer Seite ins historische Burgviertel. Wir sind ausführlich durch die alten Gassen gelaufen, haben den Dreifaltigkeitsplatz mit der Matthiaskirche besichtigt und sind anschließend weiter zur Fischerbastei gegangen. Von den Mauern aus hatte man eine hervorragende Aussicht auf die Donau und die gesamte Stadt, was sich ideal für ein paar Fotos anbot.

Über die berühmte Kettenbrücke ging es danach zu Fuß zurück auf die Pester Seite in Richtung des ungarischen Parlamentsgebäudes. Dort hatten wir am Nachmittag eine Führung. Wir durften das beeindruckende Gebäude von innen besichtigen, sind durch die großen Hallen gelaufen und haben viele interessante Hintergrundinformationen über die Geschichte und das Gebäude erfahren. Es war insgesamt ein wirklich schöner, lehrreicher und erlebnisreicher Tag in Budapest.

 

Mittwoch, 23. September 2026 

Der Tag startete um 7:10 Uhr am Bahnhof Deli, von wo aus wir den Zug zum Ort Siófok genommen haben. Dort angekommen, hatten wir 1 Stunde Zeit, um uns umzusehen oder einzukaufen. Wir haben natürlich die beste Aktivität von allen gemacht, was aber leider nicht genannt werden darf. Dann ging es in die Fähre, mit der wir 1 Stunde und 30 Minuten über den Plattensee (Balaton) gefahren sind, zum Ort Tihany. Der Plattensee ist mit der höchsten Tiefe von 12 Metern sehr flach. Um 12 Uhr haben wir dann Langos gegessen, eine ungarische Spezialität aus frittiertem Teig und kaltem Käse sowie Sour Cream. Danach haben wir den Berg bestiegen und haben währenddessen kleine Fragerunden gemacht. Auf der Spitze gab es eine kleine Fotosession und anschließend die Besichtigung der Kirche Tihanyi Bencés Apástág. Die Kirche ist an der Spitze des Berges und dient als Orientierungspunkt für Fischer auf dem Balaton. Die Besichtigung startete mit einem Film über die Geschichte der Kirche, weiter ging es mit einer Führung durch den Hauptteil der Kirche, wo Messen abgehalten werden, danach ging es unter die Kirche, wo König Andreas der 1. begraben liegt. Auf der weiteren Führung wurde noch mehr über die Geschichte und über den Bau der Kirche geredet. Nach der Führung hatten wir weitere zwei Stunden Zeit zum Einkaufen und zur Besichtigung der Stadt. Um 17 Uhr haben wir dann die Fähre Balatonfüred genommen, um von da aus zurück nach Budapest zu fahren. 

Leonard Pirsig 

 

Donnerstag, 24. September 2026 

Am Donnerstag, dem vierten Tag in Budapest, haben wir ein entspannteres Programm gemacht und eine Abwechslung vom Sightseeing. Der Tag fing um 8:05 an der Schule an, und es war der erste Tag, an dem wir für einen Unterrichtsbesuch eingeplant waren. Donnerstags und freitags hat die Schule einen reinen Sprachtag und die Schüler lernen von 8:05 Uhr bis ca. 13:00 Uhr nur eine Sprache. Wir konnten den Schülern im Deutsch-Unterricht gut behilflich sein und haben Gruppenarbeiten zusammen erledigt. Um 12:30 Uhr war der Unterricht beendet und wir haben im KFC direkt neben an zusammen gegessen.  

Besonders war, dass von 13:00 bis 15:00 Uhr die Turnhalle frei war. In dieser Zeit haben wir zwei Teams gebildet und die ungarischen Schüler haben gegen uns deutschen Schüler ein Fußball „Mini-Tunier“ gespielt, ein Lehrer war Schiedsrichter und ein anderer Lehrer hat mit uns mitgespielt. Nachdem die ungarischen Schüler das erste Spiel mit 6:2 gewonnen haben, haben wir das zweite Spiel 2:6 gewonnen und das letzte Spiel ist 2:3 ausgegangen – damit haben wir deutschen Schüler gewonnen.  

Am Nachmittag hatten die Schüler freie Zeit, die sie mit ihren Austauschschülern verbringen konnten. In dieser Zeit haben alle Austauschschüler etwas Gemeinsames unternommen, und wir waren in einem riesigen Shopping Center in Budapest. Jede Modemarke, die man sich vorstellen kann, ist vertreten, von teuer zu günstig und von bekannt zu unbekannt.  Als die Shopping Tour um 17:30 Uhr vorbei war, haben sich die Austauschschüler getrennt. In meinem Fall sind mein Austauschschüler und ich noch in ein Gym gegangen. Ordentlich, wie es sich gehört, Arme, Schultern trainiert und komplett müde und hungrig um 20:30 nach Hause gefahren.  

Dieser Tag war zwar frei von Sightseeing, aber trotzdem sehr anstrengend, da wir viel Sport gemacht haben. 

Ferdinand Todt  

Freitag, 25.09.2026

Freitag war unser letzter Tag mit Programm, da wir am Samstag bereits zurückflogen. Unser Tag begann um 8:20 im Deutschkurs unserer Austauschschüler, in dem wir uns erstmal typisch deutsche Lieder anschauten, gestrigen erarbeiteten Stoff etwas wiederholten und ein kleines Vokabelspiel dazu spielten, bei dem wir Austauschschüler versuchten Vokabeln in einfachem Deutsch zu erklären, welche die ungarischen Schüler erraten mussten. Kurz danach teilten wir uns in Gruppen auf und suchten uns ein Thema für ein Plakat, das wir am Ende präsentieren sollten, aus. Für den Rest der Deutschstunden arbeiteten wir an unseren Plakaten zu verschiedenen deutschsprachigen Bereichen und stellten diese gegen Ende der Stunde vor. Nachdem alle Gruppen ihre Plakate vorgestellt hatten, beendeten die Lehrer vorzeitig den Unterricht und wir gingen als deutsche Austauschschüler zusammen im KFC essen. Hiernach genossen wir etwas Freizeit und durften uns beschäftigen wie auch immer wir wollten. Einige hatten Pläne mit ihren Austauschschülern und der Rest verbrachte den Nachmittag damit, in der Turnhalle der Schule Fußball zu spielen oder sich Auszuruhen, da wir kurzfristig geplant hatten, uns am Abend alle zusammen das Nations-League spiel Ungarn gegen Ukraine anzuschauen. Angekommen am Stadion kauften sich einige von uns einen Mannschaftsschal und wir gingen zu unseren Plätzen. Das Spiel begann pünktlich um 20:45, und die Ukraine erzielte das 0:1 in der 42. Minute. Trotz einer roten Karte in der 95. Minute gewann Ukraine mit 0:1 und wir gingen enttäuscht wegen der Niederlage, aber dennoch zufrieden wegen der schönen Erfahrung nach Hause, um unsere Koffer für die Abreise fertig zu packen und unseren letzten richtigen Tag in Ungarn zu beenden.

Ich glaube ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir eine tolle Zeit zusammen hatten und viele schöne Erfahrungen machen konnten, weswegen ich es jedem, der die Möglichkeit dazu hat, bei einem Schüleraustausch teilzunehmen, nahelege, dies auch zu tun, denn diese sind Erinnerungen, die man sein Leben lang nicht vergisst.