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Am vergangenen Donnerstag unternahm der Chemie-Grundkurs der Einführungsphase gemeinsam mit seiner Lehrerin Frau Bradbury eine Exkursion zur Universität Paderborn. Dort nahm der Kurs an einem praxisorientierten Workshop zum Thema „Versauerung der Ozeane“ teil. Ziel der Veranstaltung war es, naturwissenschaftliche Hintergründe experimentell zu untersuchen und daraus Schlussfolgerungen für nachhaltiges Handeln abzuleiten.

Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler eine fachliche Einführung in die chemischen Grundlagen der Ozeanversauerung. Dabei wurde erklärt, wie Kohlenstoffdioxid (CO₂), das unter anderem durch Verbrennungsprozesse in die Atmosphäre gelangt, im Meerwasser gelöst wird und dort das chemische Gleichgewicht beeinflusst. Im Fokus stand das Kohlenstoffdioxid-Löslichkeitsgleichgewicht sowie dessen Abhängigkeit von den Faktoren Druck, pH-Wert und der Temperatur.

Die Schülerinnen und Schüler stellten z.B fest, dass bei höheren Temperaturen weniger Kohlenstoffdioxid im Wasser löslich ist. Diese Erkenntnis ist besonders relevant im Kontext des Klimawandels, da steigende Meerestemperaturen die Aufnahmefähigkeit der Ozeane für CO₂ verringern können.

Auf Grundlage der experimentell gewonnenen Ergebnisse diskutierte der Kurs im weiteren Verlauf verschiedene Perspektiven gesellschaftlicher Interessengruppen. So wurde die Sichtweise der Industrie betrachtet, die auf wirtschaftliche Stabilität und Energieversorgung angewiesen ist. Auch die Interessen von Umweltorganisationen, der Fischerei und zukünftiger Generationen wurden in die Diskussion einbezogen.

Die Exkursion zur Universität Paderborn war für den Chemie-Grundkurs eine wertvolle Erfahrung. Durch die praktische Arbeit im Labor konnten theoretische Inhalte aus dem Unterricht anschaulich vertieft werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass chemisches Wissen eine wichtige Grundlage darstellt, um globale Herausforderungen wie die Ozeanversauerung zu verstehen und verantwortungsbewusst zu handeln.