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Ein Besuch im Morgenland

Schüleraustausch mit China

Um den Schülern einen noch tieferen Einblick in die Kultur zu ermöglichen und die Sprache auch in der Praxis erproben zu können, bietet das Reismann seinen Chinesischschülern/-innen jährlich eine Chinafahrt an. Seit dem Jahr 2014 besteht darüber hinaus eine Schulpartnerschaft mit dem Fremdsprachengymnasium in Lanzhou. Die Schüler wohnen während der ersten Woche bei ihren Gastfamilien und begleiten ihre Austauschschüler in deren Schulalltag. Nach einer Zugfahrt in die Hauptstadt Peking erhalten die Schüler/-innen einen vertieften Einblick in die chinesische Gesellschaft zwischen Tradition und Moderne.

Details zu den Reisen, die Schülerinnen und Schüler in das Reich der Mitte unternommen haben, finden Sie in den Reiseberichten auf dieser Seite:

Reisebericht 2018

 

Hochgebäude. Kaschjal. Aloa Vera.

 Was diese Worte verbindet und vor allem: was sie bedeuten- werden die meisten Menschen nicht wissen. Doch der Chinesisch-Kurs der Q2 des Reismann-Gymnasiums (Abijahrgang 2019) weiß dies sehr wohl.

Egal, was wir in Deutschland zurückließen, Ängste, Probleme, Herausforderungen, Druck und Stress, China ließ uns dies alles vergessen.

Die atemberaubenden kulturellen Eindrücke machten es unmöglich viel beziehungsweise oft an unser alltägliches Leben in Deutschland zu denken und so ließen wir uns bereitwillig auf die Sensationen ein, die China zu bieten hatte.

Unsere Reise versprach von Anfang an interessant zu werden, denn nach einem zehnstündigen Flug hieß es für manche von uns direkt: Chengdu erkunden.

So kam es, dass manche ihr erstes original chinesisches Essen probierten, während andere einen Freizeitpark aufsuchten. Trotz Krankheit wurde auch eine mehrstündige Fahrradtour durch Chengdu unternommen. Der erste (für manch einen 35-stündige) Tag endete also mit vielen positiven Eindrücken und großen Erwartungen an die kommenden zwei Wochen.

Diese Erwartungen wurden natürlich voll und ganz erfüllt. Die folgende Woche verbrachten wir damit die Besonderheiten Chengdus und Umgebung zu besichtigen, unter anderem die Pandabären, der Gelbe Drachen Fluss, der große Buddha von Leshan (ca. 71m hoch) und das Spezialitätenmuseum.

Auch der Schulalltag unserer Gastschüler hatte nachhaltig Eindruck bei uns hinterlassen. Schulwege bei denen bis zu einer Stunde U-Bahn gefahren wird, teilweise bis zu 14 Stunden Unterricht und anschließend das konsequente Hausaufgaben machen bis spät in die Nacht hinein, hatten uns gelehrt dankbar für unseren -vergleichsweise- stressfreien Schulalltag zu sein.

Doch trotz langen Schultagen und Prüfungen am Sonntag Vormittag und Mittag, vergaßen unsere Gastschüler nicht, uns ihre Kultur näher zu bringen. Gemeinsam besuchten wir die Global Mall und probierten das beliebte Gericht Hot Pot (ähnlich: Fondue mit scharfen Öl, in dem man Gemüse und Fleisch ‚kocht‘ ). Das Gericht wurde von allen für gut befunden und so wurde umgehend ein weiterer Besuch eines Hotpot-Restaurants geplant.

So ging die erste Woche überraschend schnell für uns alle um und nach einem langen, schwerfallenden Abschied machte sich unsere Reisegruppe auf zum zweiten Stopp unserer Reise: Xi’an.

Die Fahrt in einem Nachtzug war für viele ein erstmaliges Erlebnis, welche sich bereits als Abenteuer herausstellte, denn ein Vier-Personen-Abteil war wirklich nur für vier Personen ausgelegt und nicht für vier Personen plus vier riesige Koffer und Rucksäcke. Trotz dieser gemütlichen Größe war es dennoch möglich die vorbeiziehende Landschaft eingehend zu betrachten. Hierbei fielen unwillkürlich die vielen Baustellen auf, die auf die zunehmende Verstädterung hindeuteten. Überall wurden Hochhäuser gebaut, zehn bis fünfzehn Gebäude im gleichen Stil, die zu einem Komplex gehörten. Gleich daneben: plattes Land. Verglichen mit der Stadt ist Chinas ländliche Gegend gerade zu leer.

 

Am nächsten Morgen erreichten wir also Xi’an, eine Stadt, die vor allem für eines bekannt ist: die Terrakotta-Armee. Genau diese war auch das Hauptziel dieses kleinen Abstechers, dennoch besichtigten wir auch den Glockenturm und den dahinterliegenden Markt.

Die Terrakotta-Armee selbst war natürlich ein absolutes Highlight. Ich glaube, in diesem Moment fühlten wir alle das gleiche und zwar Ehrfurcht. Die Chance zu haben etwas so altes, geschichtsträchtiges mit eigenen Augen sehen zu dürfen, ist etwas ganz besonderes. Wir können alle von Glück sprechen, die Möglichkeit so etwas zu sehen wahrgenommen zu haben.

Nach nur einer Nacht in Xi’an zogen wir schließlich weiter, doch der Abschied fiel uns keineswegs schwer, denn unser nächster und letzter Halt auf unserer Reise war Chinas Hauptstadt Peking. Unsere letzte Woche in China gestaltete sich so ereignisreich, dass es schwer zu sagen ist, was denn genau das Beste in Peking war. Sowohl das offizielle Programm als auch das inoffizielle (zwischenzeitlich hatten wir 1-2 Stunden Freizeit) hat uns allen viel Freude bereitet. Die absoluten Highlights waren: der Kaiserpalast, der Sommerpalast, das Lama-Kloster, der Platz des himmlischen Friedens, der Qianhai See die Ming-Gräber sowie der Glocken- und der Trommelturm und natürlich nicht zu vergessen: die große chinesische Mauer.

Auch kulinarisch konnte Peking bei uns punkten. Die Speisen waren nicht ganz so scharf, wie wir es schon in Chengdu erlebt hatten und auch die original chinesische Pekingente hat allen gut geschmeckt. Während des Essens gab es kleine Showeinlagen, die kulturelle Besonderheiten aus ganz China vorstellten- Tänze, Gesang, Magie- es war für jeden etwas dabei.

Nach Beendigung unserer Reise lässt sich also sagen: China ist auf jeden Fall eine (oder auch mehrere) Reisen wert. Das Land hat so viel zu bieten und auch wenn wir vieles gesehen haben, war es uns doch unmöglich alles zu sehen, sodass von vielen von uns, wenn nicht allen, beschlossen wurde, dass es auf jeden Fall noch eine weitere Reise geben solle, vielleicht nach dem Abi.

Wir können jedem, der die Möglichkeit bekommt diese Reise mitzumachen nur empfehlen, dies wirklich wahrzunehmen. Ihr werdet von der Gastfreundlichkeit, Neugier und Offenheit, die euch die Chinesen entgegen bringen werden, begeistert sein!

In diesem Zusammenhang bedankt sich die diesjährige Reisegruppe nicht nur bei ihren Gastfamilien, sondern auch bei ihrem Lehrer Herr Schilling, sowie den weiteren Reisebegleitern Frau Schuh, Herr Bartscher und seiner Tochter, für die Organisation, Geduld und positive Energie, ohne die diese Reise nicht möglich gewesen wäre.

Malin Jostes

Ein Schüleraustausch nach China (2017)

 

Eine Möglichkeit, die nicht jedem offensteht, sollte sich auch dieses Jahr für unsere Gruppe, bestehend aus 6 Schülerinnen des Chinesischkurses der diesjährigen Q2, ein großes Abenteuer darstellen.

Dabei verbrachten die deutschen Austauschschüler dieses Jahr erstmalig die erste Woche der zweiwöchigen Reise bei Gastfamilien in Cheng Du, Hauptstadt der bekannten chinesischen Provinz Sichuan. Mit über 14 Millionen Einwohnern stellte Cheng Du somit eine ganz neue Herausforderung für uns dar, sodass sich vor Beginn der Chinafahrt bereits einige Aufregung breit machte. Diese sollte jedoch noch mit der anschließenden Reise nach Xi’an, wo wir einen Tag verbrachten, und der darauffolgenden Woche in der wir in einem Hotel in Chinas Hauptstadt Peking gelebt haben, noch gesteigert werden. Mit Näherkommen der China-Fahrt wuchs also unsere Aufregung aber auch Vorfreude und Neugier, sodass wir schließlich mit gemischten Gefühlen unser Abenteuer am 15. Oktober antraten. Auch dieses Jahr wurden wir dabei von unserem Chinesischlehrer Herr Schilling aber auch seiner Familie begleitet.

Nachdem wir die Anreise, mitunter bestehend aus einem 10-stündigem Flug, hinter uns gebracht haben, kamen wir schließlich in der Chengdu Experimentellen Fremdsprachenschule West Campus an, in der wir sofort herzlich begrüßt wurden. Dort hatten wir bis zur Abreise aus Cheng Du die einmalige Möglichkeit sowohl das chinesische Schulsystem als auch die Gastfreundschaft der Chinesen kennen zu lernen. Abends wurden wir dann von unseren Gastfamilien empfangen, die uns im Laufe der Woche einen ganz besonderen Aufenthalt boten. Dabei bekamen wir einen Eindruck, was es bedeutet Teil einer chinesischen Familie zu sein. Die erste Herausforderung, die sich uns dabei stellte, war es mit Stäbchen zu essen, was mitunter für einige Erheiterung seitens unserer Gastfamilien sorgte. Auch das Essen der Chinesen war ein ganz besonderes Erlebnis für uns, wobei wir beispielsweise auch mal einem Entenkopf begegnen konnten. In den zahlreichen Speisen und Gerichten ließ sich jedoch auch die Freude der Familien über unsere Ankunft und die Herzlichkeit der Chinesen erkennen, sodass für jeden etwas dabei war. Die Kommunikation stellte eine weitere Hürde dar, die wir mit Hilfe unserer Gastfamilien jedoch auch schnell hinter uns bringen konnten.

Im Laufe der Woche konnten wir einen vielfältigen Eindruck von Cheng Du mit dem Besuch des Gelben Drachen Flusses, der Altstadt, eines Museums der traditionellen chinesischen Esskultur oder auch einen Ausflug in die Heimat der Pandabären gewinnen.

Leider ging diese Woche viel zu schnell vorbei, sodass wir uns am 22. Oktober schließlich von unseren neu gewonnen Freunden und Gastfamilie verabschieden mussten.

Mit dem Abschied traten wir jedoch gleichzeitig unsere Reise nach Xi’an mit einem Nachtzug an, in der wir die Gelegenheit hatten die berühmte Terrakotta Armee persönlich und hautnah zu erleben, was schnell wieder für Vorfreude sorgte.

Auch der Bell Tower sollte sich nach einem Stadtbummel als ein überwältigender Anblick herausstellen. Auch an diesem Abend fielen wir nach einem so vielfältigen Tag wieder müde ins Bett, sodass wir am nächsten Tag ausgeruht unsere Reise nach Peking antreten konnten.

Dort wurde uns die Größe und Bedeutung der chinesischen Kultur noch einmal bewusst. Wo wir auch hinkamen, wechselte sich mit jeder Straßeneinbiegung das Moderne mit dem Traditionellen ab oder verschmolz zu einem, sodass es nicht ungewöhnlich war einen Wolkenkratzer zu sehen, der ein traditionelles chinesisch geschwungenes Dach trug.

Aufgrund der zentralen Lage unseres Hotels war es einfach für uns Sehenswürdigkeiten wie die Verbotene Stadt, den Platz des Friedens, den Kohlehügel oder den Qianhai See zu erreichen. Auch Orte wie der Sommerpalast, der Glocken- und Trommelturm, das Lama Kloster, die große Mauer, der Spirit Way oder die Ming Gräber brachten uns einen Teil der chinesischen Geschichte und Kultur näher. Die gemeinsame Erkundung umliegender Hutongs, kleine traditionelle Handwerkerviertel, stellte sich ebenfalls als ziemlich interessant heraus, da wir so die Möglichkeit hatten Peking noch von einer anderen Seite als der Touristischen zu sehen.

Darüber hinaus hatten wir alle unseren Spaß dabei unsere erste echte chinesische Peking Ente zu genießen, die man so in ihrer originalen Art in Europa selten zu sehen bekommt. Gleichzeitig durften wir chinesische Kleinkunst, bestehend aus kleinen Teilen einer chinesischen Oper, eines Clowns, Tänzern, Artisten und vielen weiteren Künstlern, miterleben, die während des Essens aufgeführt wurden.

Auch alles Gute hat leider ein Ende, sodass wir nach zwei ereignisreichen Wochen schließlich unsere Rückreise von Peking nach Paderborn antraten. Trotz des anfänglichen Kulturschockes, den einige von uns hatten, machte sich am Ende bei allen Wehmut breit, da wir gerne noch länger geblieben wären, um China noch besser kennen zu lernen. Doch auch diese kurze Zeit reichte aus, um ein einmaliges Erlebnis, besondere Erfahrungen und auch neu geknüpfte Freundschaften mitzunehmen. Damit raten wir abschließend noch Jedem, die Möglichkeit einer Reise nach China, ob als Schüleraustausch oder Urlaub, ebenfalls wahrzunehmen und sich somit ein einzigartiges Erlebnis zu sichern.

Linda

Reismänner im Land der Mitte – Schüleraustausch nach China 2016

 

Viele Jugendliche nehmen während ihrer Schullaufbahn an Schüleraustäuschen nach Frankreich oder Spanien teil. Wir, eine Gruppe bestehend aus 7 Schülern des Reismann-Gymnasiums aus Paderborn, hatten stattdessen die einmalige Chance für zwei Wochen an einem Schüleraustausch nach China teilzunehmen. Die erste Woche sollten wir in der chinesischen „Kleinstadt“ Lanzhou (3,6 Mio. Einwohner) in einer Gastfamilie leben und in der zweiten Woche in einem Hotel in Chinas Hauptstadt Peking. Bereits zu Beginn unserer Reise war unsere Vorfreude riesig, auch wenn wir teilweise noch Zweifel und Angst vor diesem großen Abenteuer hatten. Eine Woche lang alleine in einer fremden chinesischen Familie zu leben ist eben nicht für jeden etwas. Trotzdem stürzten wir uns am Morgen des 11. März, begleitet von unserem Chinesischlehrer Markus Schilling und Frau Götte, in unser Abenteuer.

Nach einer sehr langen Anfahrt erreichten wir die Lanzhou Foreign Language Middle School, welche wir in der nächsten Woche besuchen würden. In dieser Woche lernten wir das chinesische Schulsystem, eine komplett neue Kultur und sehr leckeres Essen kennen. Besonders überwältigend war für uns die chinesische Gastfreundschaft, die sich in den Gastfamilien zum Beispiel in der riesigen Menge an für uns zubereiteten Gerichten zeigte. Ob es gleich ein ganzes Schaf zu Ehren des Gastes oder auch die bloße Auswahl zwischen vielen Gerichten bei jeder einzelnen Mahlzeit war, die uns die Gastfamilie servierte – es machte uns immer wieder deutlich, dass uns unsere chinesischen Freunde einen ganz besonderen Aufenthalt bieten wollten. In Lanzhou besuchten wir sehr interessante Sehenswürdigkeiten wie die Weiße Pagode, einen Wasserradpark, die Zhongshan Brücke oder auch die Stadt QingCheng, die eine typische Stadtanlage zeigte. Auch das traditionelle Gericht Lanzhous, die Beef Noodles, konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Viel zu schnell war eine Woche auch schon wieder vorbei und wir mussten uns, trotz anfänglicher Kommunikationsschwierigkeiten, von unseren nun sehr liebgewonnenen Familien verabschieden, um unsere Reise nach Peking anzutreten. In den nächsten 17 Stunden legten wir eine Strecke von 1200 km von Lanzhou nach Peking in einem Nachtzug zurück.

Unser Hotel in Peking lag sehr zentral, sodass wir die umliegenden Hutongs (= traditionelle, kleine Handwerkerviertel), den Platz des Himmlischen Friedens und die Verbotene Stadt gut zu Fuß erreichen konnten. In unserer zweiten Woche in China erlebten wir unglaublich viele Dinge. Die chinesische Mauer, der Spirit Way zu den Ming Gräbern, die Verbotene Stadt mit dem Kaiserpalast und der Kohlehügel waren erst der Anfang. Weitere Highlights unsere Reise waren der Sommerpalast, das Lama Kloster, der Himmelstempel und der Nachtmarkt. Furchtlos aßen wir uns durch Skorpione, stinkenden Tofu, Schlangen und weitere skurrile Speisen. Auch unser Lehrerteam ließ es sich nicht nehmen, die ein oder andere traditionelle Speise zu probieren. Außerdem besuchten wir eine sehr waghalsige Artistik-Show, bei der wir in der ersten Reihe teilweise mit etwas Angst zu kämpfen hatten.

Zusammenfassend können wir alle sagen, dass wir und unsere Lehrer die Chance genutzt haben, zwei unvergessliche Wochen in China zu verbringen, welche wir garantiert nie vergessen werden. Wir sind dankbar für alle Erfahrungen und Bekanntschaften, die wir auf unserer Reise machen konnten und hoffen, dass diese auch noch lange anhalten. Für uns ist China auf jeden Fall eine Reise wert, einige von uns sind schon dabei, ihren nächsten Besuch zu planen. Wir können anderen Schülern also nur raten, sich so ein Abenteuer auf gar keinen Fall entgehen zu lassen.

Paderborner Schüler im Reich der Mitte (2015)

 

Auch in diesem Jahr traten die Schüler und Schülerinnen des Chinesischkurses des Reismanngymnasiums zum Schüleraustausch mit der Fremdsprachenschule in Lanzhou (China) die Reise an.

Da der Schwerpunkt des Austausches auf der Vertiefung der chinesischen Sprache und der interkulturellen Kompetenzen lag, kamen die Schüler in Gastfamilien unter.

Und die Frage, die sich die Schüler im Voraus gestellt haben, ob alle Chinesen gleich aussehen, konnte eindeutig beantwortet werden: „Überhaupt nicht“, fanden die Teilnehmer des diesjährigen Schüleraustausches. Die fünf Schülerinnen und Schüler des Reismann Gymnasiums hat es dabei gemeinsam mit ihrem Chinesischlehrer Dr. Markus Schilling und einer ehemaligen Schülerin als Begleitung in eine eher ungewöhnliche Gegend verschlagen; denn ihre Partnerschule befindet sich in Lanzhou, der Hauptstadt der Provinz Gansu. Die Paderborner wurden in der Fremdsprachenschule Lanzhou äußerst freundlich empfangen und wohnten neun Tage in ihren Gastfamilien. Auch wenn die deutschen Schüler der Gastfamilie am Anfang etwas ängstlich entgegen traten, wandelte sich diese „Angst“ nach den ersten Tagen in Freude und gleichzeitiger Trauer, die Familie bald schon wieder verlassen zu müssen.

An den Schultagen besuchten sie mit ihren Austauschschülern, die an ihrer Schule schon seit einigen Jahren Deutsch lernen, den Unterricht und konnten das chinesische Schulsystem hautnah erleben.

Dabei hatten sie nicht nur Gelegenheit, die chinesische Kultur besser kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln, sondern auch neue Freundschaften zu knüpfen.

Die fremden Sitten hatten sie dabei oft überrascht und auch das Essen mit Stäbchen will gelernt sein, aber die Paderborner haben die Zeit in ihren Gastfamilien sehr genossen. Auch die Sehenswürdigkeiten in Lanzhou selbst wurden selbstverständlich besucht. Der Ausflug nach Qingcheng (eine Altstadt nicht weit von Lanzhou entfernt) war für viele der Schüler das erste kulturelle Highlight in China. Der Wasserrad Park, die Sun-Yatsen Brücke über den Gelben Fluss sowie das Municipal Museum folgten. Dennoch freuten die Schüler und Schülerinnen am meisten auf die Chinesische Mauer und die Verbotene Stadt in Peking.

Deshalb fuhren sie, nach einer nicht tränenarmen Verabschiedung von den Gastfamilien, mit dem Nachtzug nach Peking. Dort besichtigte man neben den oben beschriebenen Highlights den Himmelstempel, den Platz des himmlischen Friedens und einen Nachtmarkt, wo frittierte Skorpione gekostet wurden.

Natürlich war die Zeit der Schüler gemeinsam im Hotel nicht annähernd so familiär wie in den Gastfamilien, jedoch hatten die Schüler an den gemeinsamen Abenden Zeit, um sich mit ihren Mitschülern über ihre individuellen Erfahrungen auszutauschen und auch diese Zeit schweißte die deutsche Gruppe sehr zusammen.

Eins stellte sich an den abendlichen Gesprächen im Hotel heraus: Alle Schüler haben ihre Austauschschüler und deren Familie in der kurzen Zeit sehr lieb gewonnen und freuen sich bereits auf den Gegenbesuch ihrer neuen chinesischen Freunde, der im kommenden Herbst stattfinden soll.