Erziehungswissenschaften

Wir haben Informationen zu folgenden Bereichen zusammengestellt:

Allgemeine Informationen zum Fach (Wahlhilfe):

Das Unterrichtsfach Erziehungswissenschaft zeigt in besonderer Weise als Fach desgesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes die Notwendigkeit der Erziehung und der Bildung f√ľr die Gesellschaft und f√ľr den Einzelnen und die dazu wesentlichen gesellschaftlichen und individuellen Ursachen, Bedingungen und Folgen auf.
Grundprinzipien sind die Wissenschaftspropädeutik und die persönliche Entwicklung in sozialer Verantwortung.

Ausgangspunkt ist immer die Erziehungswirklichkeit, die erfasst, bewusst wahrgenommen, strukturiert, analysiert, √ľberpr√ľft und beurteilend reflektiert wird, um zu handlungsprop√§deutischen Konzepten zu gelangen, die einer pluralistischen Gesellschaft entsprechen. EW leistet somit einen spezifischen Beitrag zur politischen und vertieften Allgemeinbildung und weist einen unl√∂sbaren Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis auf. Dabei wird die Bearbeitung fachspezifischer Methoden und wissenschaftlicher Erkl√§rungsmodelle nicht zum Selbstzweck, sondern f√ľhrt zum Verstehen von erzieherischen Prozessen und deren aktiver Mitgestaltung.

Ziele: Im Fach EW lernen Sch√ľler/innen erzieherische Prozesse, deren Bedingungen und Ziele kennen (auch unter interdisziplin√§ren Fragestellungen), entwickeln ein Verantwortungsbewusstsein f√ľr die Folgen eines solchen Handelns. Dieses intendiert die Entfaltung personaler Identit√§t, die Bereitschaft und die F√§higkeit zu interpersonaler Kommunikation.

Kursthemen in der Oberstufe / Sek. II :

  • EF.1 Erziehungssituationen u. -prozesse
  • EF.2 Lern- und Entwicklungsf√§higkeiten
  • Q1.1 Entwicklung und Sozialisation in der Kindheit (Normalverlauf; St√∂rungen)
  • Q1.2 Entwicklung, Sozialisation und Identit√§t im Jugend- und Erwachsenenalter
  • Q2.1 Normen und Ziele in der Erziehung; Institutionalisierung; Theoriebildung
  • Q2.2 Identit√§t, Interaktion und Verantwortung

Die Unterrichtsgestaltung und Lernorganisation verfolgt die Aufgabe oberstufengem√§√ües Grundlagenwissen zu erarbeiten, fachspezifische und allgemeine Methoden zu erwerben, kooperative Sozialkompetenzen einzu√ľben und eine verantwortliche Reflexions- und Urteilsf√§higkeit aufzubauen. Die inhaltlichen Bezugspunkte dazu sind eine fachliche Systematik, dialogische, problembezogene und f√§cher√ľbergreifende Lernarrangements, die vor allem eine hohe Eigent√§tigkeit der Lernenden erfordern.

Der Unterricht folgt dabei einer Gesamtplanung, die sch√ľler-, gegenstands- und methoden-orientiert ist und das Leitziel des aktiven und eigenst√§ndigen Lernens anstrebt. Die Unter-richtsinhalte werden so ausgew√§hlt, dass sie dem Prinzip der wachsenden Komplexit√§t und einer Lernprogression, die eine zunehmende Theoriereflexion enth√§lt, gen√ľgen.

Im Fach EW, das im Rahmen des Aufgabenfeldes II als fundierender Grundkurs oder exemplarisch vertiefendes Leistungsfach gew√§hlt werden kann, sind die Sch√ľler/innen, anders als in den anderen F√§chern - direkt oder indirekt - zugleich auch Betroffene. Es werden hier jedoch keine individuellen Problemstellungen bearbeitet. (Daf√ľr steht an unserer Schule ein speziell ausgebildeter Beratungslehrer zur Verf√ľgung.)

Als neue Arbeits- oder Sozialformen treten - neben die schon in der Sek. I erfahrenen - das Sch√ľlerreferat, das Protokoll und die Facharbeit (anstelle einer Quartalsklausur; Klausuren sind im Leistungskurs und in Grundkursen eines Faches, das als Abiturfach gew√§hlt wird, obligatorisch). Zudem werden situativ angemessene Streitgespr√§che, Podiumsdiskussionen und Simulationsspiele durchgef√ľhrt und Methoden der Sozial-forschung (wenn auch in verk√ľrzter Form) erprobt. Fach√ľbergreifende Aspekte und Projekte k√∂nnen z.T. sogar innerhalb des Faches selbst bearbeitet werden.

Die Bewertungserfassung in den oben genannten Arbeitsformen beinhaltet neben der bisher als √ľblich erfahrenen Benotung durch eine Lehrperson m√∂glichst auch eine gruppen-bezogene oder kritische Selbstbeurteilung der unterrichtlichen Arbeitsprozesse. Dabei sollen Kenntnisse und F√§higkeiten im Sinne der drei Anforderungsbereiche

  1. differenzierte und aspektbezogene Informationserschließung,
  2. sichere Wiedergabe und Anwendung von fachlichem und methodischem Wissen und
  3. kritische Sachreflexion, Bewertung und konzeptionelle Problemlösungen
    ber√ľcksichtigt werden.

Die F√§higkeiten zur Bew√§ltigung dieser Anforderungen werden selbstverst√§ndlich in den allgemeinen Unterrichtsprozessen erlernt und durch entsprechende Hausaufgaben ge√ľbt, da das Fach Erziehungswissenschaft an unserer Schule erst mit der Jahrgangsstufe 11 beginnt.