Reismann-Gymnasium: Studentinnen aus Taiwan

Chinesisch als drittes Abiturfach

Seit ├╝ber zehn Jahren wird am Reismann-Gymnasium das Fach Chinesisch unterrichtet, seit einigen Jahren sogar als neu einsetzende Fremdsprache in der Oberstufe mit der M├Âglichkeit des Abiturs im Grundkursbereich.

In diesem Sommer erhielten die Fachlehrerin Sigrid Tenge-Erb und ihre Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen unerwartete Hilfe aus Fernost: Zwei Studentinnen, die sich an ihrer Universit├Ąt in Taiwan auf das Unterrichten der chinesischen Sprache vorbereiten, kamen f├╝r f├╝nf Wochen an das Reismann-Gymnasium, um einmal zuzuschauen, wie westliche Lehrer diese exotische Sprache vermitteln. In langen Gespr├Ąchen wurde ├╝ber die unterschiedliche Weise des Unterrichtens in Ost und West diskutiert; konkret wurden kleine Unterrichtseinheiten vorbereitet, und dann war es so weit: Francess Shih und Irene Hsu standen das erste Mal vor den 24 Sch├╝lern und Sch├╝lerinnen der Jahrgangsstufe 11. ÔÇ×So eine gro├če Gruppe haben wir noch nie gehabtÔÇť, berichtete Irene nach der ├╝berstandenen Prozedur; Francess f├╝gte hinzu: ÔÇ×Man wei├č gar nicht, wen man zuerst drannehmen soll.ÔÇť Die Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen machten gut mit; obwohl die Erkl├Ąrungen meistens auf Englisch gegeben wurden, klappte alles vorz├╝glich. Neben Wortschatz├╝bungen und spielerischen ├ťbungen zu den neuen Textbausteinen wurden auch Kommunikationssituationen durchgespielt.

Sp├Ąter konnten dann Fragen ├╝ber die Heimat der beiden Studentinnen gestellt werden. Und am letzten Unterrichtstag wurde das Herstellen von Scherenschnitten ge├╝bt, eine alte traditionelle Handwerkskunst in China.

Die beiden Studentinnen waren vor allem auch f├╝r die Unterbringung in Familien sehr dankbar; Francess betonte: ÔÇ×So lernt man am besten das Leben im Ausland und die Kultur der anderen Menschen kennen.ÔÇť Reisen mit dem Zug nach M├╝nchen, Berlin und Dresden rundeten die Erfahrungen ab. Und nat├╝rlich werden die Abende beim Neuenbeker Sch├╝tzenfest und auf dem Liboriberg nicht vergessen werden.

Irene und Francess hoffen auf ein baldiges Wiedersehen, egal wo, hier oder in Taiwan.