Montag, 27.05.19
Alter: 1 Jahr/e
Kategorie: Allgemeines

Reismann-Volleyballer erreichen 11. Platz im Bundesfinale

Die Auslosung der Vorrunde war vergleichbar mit dem Bundesfinale vor 2 Jahren in Bad Blankenburg. Das RGP musste gegen die Lahntalschule Biedenkopf als Vertreter von Hessen, das Helmholtz-Gymnasium Heidelberg als Vertreter Baden-WĂĽrttembergs und gegen das Gymnasium Oederne LĂĽneburg als Vertreter Niedersachsens antreten.


Oskar Bialas, Niklas Kruse, Eric Hauck, Florian Grothaus, Tim Gesler, H. Bartscher

Man ging optimistisch in die Vorrunde, denn beim letzten Mal hatte man die Lahntalschule knapp besiegt und die beiden anderen Gegner schienen auch bezwingbar. Das Match gegen die Lahntalschule gestaltete sich dann aber doch schwieriger als erwartet. Man kämpfte auf Augenhöhe, lies aber die eine oder andere Chance liegen und verlor das Auftaktmatch knapp mit 23:25 und 20:25.

Die nächste Begegnung gegen das Helmholtz-Gymnasium Heidelberg wurde somit zum Schlüsselspiel, da Lüneburg klar gegen Heidelberg verloren hatte. Das Match begann ähnlich wie gegen die Lahntalschule, man kämpfte auf Augenhöhe, aber in einigen Situationen war das Glück auf der Seite des Gegners. Der erste Satz ging daher 22:25 verloren. Das wollte die Mannschaft nicht auf sich sitzen lassen und drehte im zweiten Satz richtig auf. Dank druckvoller Aufschläge, guter Angriffsbälle und sicherer Annahmen wurde der Satz schnell mit 25:14 gewonnen. Also musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Auch hier hatte das Reismann-Team mit 15:13 einen knappen Vorteil und konnte den ersten Sieg verbuchen.

Das letzte Spiel der Vorrunde gegen das Gymnasium Oederne Lüneburg ergab dann auch einen ungefährdeten Sieg der Reismann Jungs. Lüneburg kämpfte zwar, konnte aber den präzisen Angriffen und guten Aufschlägen der Paderborner nicht stand halten. Der erste Satz war noch relativ offen und ging mit 25:20 an Paderborn, der zweite Satz dann klar mit 25:15.

Doch wie vor zwei Jahren in Bad Blankenburg hatte man Pech mit den Ergebnissen der anderen. Damals war Paderborn dank des schlechteren Ballquotienten Gruppendritter geworden, diesmal besiegte Heidelberg die Lahntalschule und durch den gewonnen Satz gegen Paderborn wurde Heidelberg Gruppenerste und Paderborn wieder nur Gruppendritter. In der Zwischenrunde wartete damit wie vor zwei Jahren das MĂĽnchner Gymnasium Moosach auf die Paderborner.

Die körperlich überlegenen Münchner hatten schon vor zwei Jahren Paderborn klar den Einzug in das Viertelfinale verwehrt und auch diesmal gelang keine Überraschung. Das Spiel gestaltete sich zwar offen und die Paderborner kämpften insbesondere in der Abwehr stark, aber letztendlich ging das Spiel mit 25:22 und 25:20 an München.

Am folgenden Tag ging es um die Plätze 9 bis 12. Erster Gegner war das Gymnasium Rissen aus Hamburg mit zwei sehr großen Spielern im Angriff. Es folgte ein Krimi in drei Sätzen. Wurde der erste Satz mit 25:19 gewonnen, so musste der zweite mit 26:28 nach großem Kampf abgegeben werden. Leider fehlte das Glück im Tie-Break, denn die beiden großen Angreifer ließen sich nicht wie im ersten und teilweise auch zweiten Satz neutralisieren und man verlor mit 11:15.

Damit war nur noch Platz 11 zu erreichen. Gegner in diesem Match war das Einstein-Gymnasium Angermünde als Vertreter Brandenburgs. Auch die Angermünder hatten einen großen Angreifer, den es zu neutralisieren galt. Dies klappte im ersten Satz nicht immer und die Aufschläge hatten nicht immer den notwendigen Druck um das gegnerische Stellspiel in Fehlersituationen zu bringen. Somit gewann Angermünde den ersten Satz knapp mit 25:21. Im zweiten Satz kam durch Unterstützung von der Zuschauertribüne und durch deutlich druckvollere Aufschläge die gegnerischen Annahme so stark ins Wanken, dass der Satz klar mit 25:13 an Paderborn ging. Wieder musste der Tie-Break entscheiden. Dieser war offen und es gelang den Paderbornern nach hartem Kampf der Matchball. Dieser wurde mit einem präzisen Aufschlag zum Sieg umgesetzt, so dass der dritte Satz mit 19:17 an Paderborn ging.

Paderborn gewann damit den 11. Platz unter den 16 Landessiegern. Bundessieger und Vize wurden mit Dresden und Schwerin die Vertreter von zwei Volleyball-BundesleistungsstĂĽtzpunkten.

Neben dem schulsportlichen Geschehen, gab es aber auch noch andere Highlights. Zum einen stellte der Bundesligist Berlin Recycling Volleys allen angereisten Volleyball-Teams Eintrittskarten für das 4. Playoff gegen Frierichshafen in der Max-Schmeling-Halle zur Verfügung. Es war ein tolles Spiel und mit über 8500 Zuschauern ein grandioses Erlebnis. Zum anderen war die Abschlussveranstaltung mit Siegerehrungen und Showeinlagen in der gleichen Halle mit ca. 3000 Schülerinnen, Schülern, Betreuerinnen und Betreuern ein bewegender Höhepunkt der Woche.

Grothaus, H. Bartscher