Mittwoch, 10.02.21
Alter: 63 Tage
Kategorie: Allgemeines

„Niemals geht man so ganz...“ - StD. Werner Rüther in den Ruhestand verabschiedet


„Niemals geht man so ganz...“ - dies wird ganz besonders im Fall von Studiendirektor Werner Rüther gelten, der nach dem ersten Halbjahr am 29.01.2021 in den verdienten Ruhestand verabschiedet wurde und große Fußstapfen hinterlässt. Werner Rüther war über 40 Jahre im Dienst und unterrichtete die Fächer Latein und Russisch. Im Jahr 2010 wechselte er vom Gymnasium Beverungen an das Reismann-Gymnasium, wo er die Stelle des Vertreters der Schulleitung übernahm. In vielen Bereichen hat er das Schulleben intensiv und nachhaltig geprägt. Insbesondere verdankt ihm das Reismann-Gymnasium die langjährige Teilnahme seiner Schülerinnen und Schüler an den Russischolympiaden des Landes NRW, die oft mit Erstplatzierungen abgeschlossen wurden. Durch seine Begeisterung für und seinen Erfahrungen mit der russischen Kultur konnte das Reismann-Gymnasium eine Schulpartnerschaft mit der „Schule Nr. 17“ in Kolomna, Russland, eingehen. Schon im Jahr 1988 organisierte Herr Rüther die erste Studienfahrt für Lehrerinnen/Lehrer, Schülerinnen/Schüler und Studierende nach Moskau und Leningrad, und es folgten viele weitere Studienfahrten.  

Werner Rüthers Begeisterung für seine Fächer war deutlich zu spüren und übertrug sich auch auf seine Schülerinnen und Schüler, die ihn auf fachlicher und menschlicher Ebene sehr geschätzt haben.  Besonderen Einsatz zeigte Herr Rüther bei der damaligen Umgestaltung des Reismann-Gymnasiums zu einer Ganztagsschule, verbunden damit auch die Organisation der Großbaustellen der Sporthalle und des F-Gebäudes. Aber auch als Organisator anderer großer Unternehmungen konnten wir uns auf Werner Rüther verlassen. Sei es die Organisation des Festaktes zum 125jährigen Jubiläum des Reismann-Gymnasiums oder zum 130jährigen Jubiläum die Reismann-Sonderzug-Fahrt der gesamten Schulgemeinschaft nach Münster, in die Geburtsstadt von Heinrich Reismann.

Für einen nachhaltigen Eindruck sorgte auch der von Werner Rüther zur Verfügung gestellte und mit russischem Tee bestückte Samowar am Tag der offenen Tür 2018, als dieser einen Stromausfall im halben Schulgebäude verursachte. Erfreulicherweise war der Defekt allerdings schnell behoben, so dass seine Schülerinnen und Schüler auch weiterhin diesen Aspekt der russischen Kultur im Unterricht erleben konnten.  

„Von ganzem Herzen eine erfüllte Zeit im Ruhestand, verbunden mit viel Gesundheit und Kraft und hoffentlich noch viele Reisen nach Russland und mit dem Fahrrad in den Süden Europas“, wünschte ihm Siegfried Rojahn, der Direktor des Reismann-Gymnasiums, in einer Feierstunde in sehr kleiner Runde, die sich, natürlich unter Beachtung aller Hygieneauflagen, an seinem letzten Arbeitstag im Lehrerzimmer traf. Der Lehrerrat in Vertretung von Frau Panten und Herrn Krüger überreichte ihm dabei einen Korb voller lustiger Souvenirs und lukullischer Köstlichkeiten, so dass in der Folge auf seinem heimischen Speiseplan russische Wochen angebrochen seien, wie wir erfahren konnten. Die dem Anlass angemessene größere offizielle Feierstunde wird im Sommer nachgeholt.
Studiendirektor Dr. Jost Biermann, der bisherige Erprobungsstufenkoordinator, hat am 01.02. das Amt des stellvertretenden Schulleiters übernommen.